Häufige Fragen zu PRESERVE365 und Wissensmanagement

Hier finden Sie Antworten auf die 20 häufigsten Fragen rund um systematische Wissenssicherung im Mittelstand: Was kostet es? Wie funktioniert die Methodik? Ist es DSGVO-konform? Welche Förderungen gibt es? Die Fragen sind nach Themen gruppiert, damit Sie schnell finden, was Sie suchen. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns an knoedel@agile-innovations.de oder vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch.

Motiv: Person am Laptop mit Fragezeichen-Symbolen – Wissenssuche und Antworten finden

Grundlagen

PRESERVE365 ist eine methodisch fundierte Beratungs- und Implementierungsleistung zur systematischen Sicherung von Erfahrungswissen in Unternehmen. Anders als reine Softwarelösungen verbindet PRESERVE strukturierte Erfassungsmethoden, organisationspsychologische Prinzipien und KI-basierte Verarbeitung zu einem ganzheitlichen Ansatz. Die technische Plattform wird individuell auf den Kundenbedarf zugeschnitten und als integrierter Bestandteil der Dienstleistung bereitgestellt. PRESERVE365 ist bewusst kein Softwareprodukt – der Wert liegt in der Methodik und der Begleitung durch unser erfahrenes Team. Das Ergebnis ist ein lebendiges Corporate Memory, das Erfahrungswissen dauerhaft zugänglich macht. Mehr zur Methodik →

PRESERVE365 eignet sich für Unternehmen ab etwa 50 Mitarbeitern. Das BASIS-Paket richtet sich an Unternehmen mit 50–150 Mitarbeitern, ADVANCED an 100–500 und PREMIUM an 200–1.000+ Mitarbeiter. Entscheidend ist jedoch nicht allein die Größe, sondern die Frage: Haben Sie kritisches Erfahrungswissen, das auf wenige Köpfe konzentriert ist? Auch ein Unternehmen mit 60 Mitarbeitern kann akuten Handlungsbedarf haben, wenn drei Schlüsselpersonen gleichzeitig in Rente gehen. In der Praxis zeigt sich: Je spezialisierter Ihr Geschäft und je höher die Erfahrungstiefe Ihrer Mitarbeiter, desto größer der Nutzen. Im Erstgespräch klären wir gemeinsam, ob sich ein Pilotprojekt lohnt.

SharePoint und Confluence sind Dokumentenmanagement-Systeme, die explizites Wissen verwalten – also bereits dokumentierte Inhalte in Ordnerstrukturen. Sie setzen voraus, dass jemand aktiv schreibt und strukturiert ablegt. PRESERVE365 geht einen grundlegend anderen Weg: Statt auf aktive Dokumentation durch Mitarbeiter zu setzen, erfassen wir Wissen durch Interviews, Transkription und geführte Dialoge. Die KI strukturiert das Erfasste semantisch und macht es durch einen Chatbot und kontextbasierte Suche auffindbar. Der größte Unterschied: PRESERVE365 adressiert gezielt implizites Wissen – also das Erfahrungswissen, das nirgendwo aufgeschrieben ist und 80 % des Unternehmenswissens ausmacht. Mehr zum KI-Wissensmanagement →

KI-Chatbots wie ChatGPT sind generische Sprachmodelle, die auf allgemein verfügbarem Wissen trainiert wurden. Sie kennen Ihr Unternehmen nicht – nicht Ihre Prozesse, nicht Ihre Fachbegriffe, nicht das Erfahrungswissen Ihrer Mitarbeiter. PRESERVE365 hingegen baut ein unternehmensspezifisches Wissenssystem auf: Das erfasste Erfahrungswissen wird semantisch aufbereitet und über eine KI-gestützte Plattform zugänglich gemacht. Wenn ein Mitarbeiter eine Frage stellt, erhält er Antworten aus dem konkreten Erfahrungsschatz Ihres Unternehmens – nicht aus dem Internet. Zudem bleibt bei PRESERVE365 alles DSGVO-konform in Ihren eigenen Systemen, während bei öffentlichen KI-Diensten Ihre Unternehmensdaten das Haus verlassen.

Kosten & Förderung

Die Kosten richten sich nach dem gewählten Leistungspaket und dem individuellen Projektumfang. Ein guter erster Schritt ist der Readiness-Check für 2.200 EUR – ein kompakter Workshop, der Ihr Wissensrisiko analysiert und ein konkretes Pilotkonzept liefert. Wichtig: Diese Investition wird bei Auftragserteilung vollständig auf das Projekthonorar verrechnet. Die drei Leistungspakete (BASIS, ADVANCED, PREMIUM) werden projektspezifisch kalkuliert und orientieren sich am Umfang der gewünschten Leistungen. Durch die mögliche Förderung von bis zu 80 % reduziert sich Ihre Investition erheblich. Im kostenlosen Erstgespräch klären wir gemeinsam, welches Paket zu Ihrer Situation passt. Zu den Leistungspaketen →

Ja, und zwar erhebliche. Im PRESERVE365-Team arbeiten BAFA- und INQA-akkreditierte Berater, die Ihnen Zugang zu verschiedenen Förderprogrammen ermöglichen: BAFA-geförderte KI-Beratung, INQA-Coaching, go-digital und regionale Digitalisierungsförderungen. Über BAFA sind max. 3.500 EUR, über INQA-Coaching max. 14.400 EUR (bei 80 % Förderquote) möglich. Die Programme sind teilweise kombinierbar. Im ADVANCED- und PREMIUM-Paket ist die Fördermittelbegleitung bereits enthalten. Wir übernehmen die Antragstellung und Abwicklung als Zusatzleistung, damit für Sie kein bürokratischer Aufwand entsteht.

Der Aufwand ist bewusst gering gehalten – PRESERVE365 ist minimal-invasiv. Die Projektleitung Ihres Unternehmens investiert 2–4 Stunden pro Woche während der Pilotphase, danach 2–4 Stunden pro Monat. IT-Verantwortliche benötigen 1–2 Stunden pro Woche in der Pilotphase und 1–2 Stunden pro Monat im Betrieb. Wissensträger investieren initial 2–8 Stunden für Erstinterviews und danach 1–2 Stunden pro Woche. Testnutzer brauchen etwa 1 Stunde pro Woche für Feedback. Die Steuerungshoheit verbleibt dabei vollständig bei Ihnen – unser Team übernimmt Projektmanagement, Methodik, Moderation, Technik und Support.

Methodik

Die Erfassung impliziten Wissens ist die Kernkompetenz von PRESERVE365. Wir nutzen drei Interviewformate, die je nach Situation und Person eingesetzt werden: Moderierte Interviews (60–90 Min.) durch geschulte Moderatoren mit Branchenkompetenz, chatbot-gestützte Selbsterfassung, bei der Wissensträger eigenständig und in ihrem Tempo Wissen eingeben, sowie Selbstaufnahmen in Audio oder Video für narrative Formate. Ein KI-gestützter Fragegenerator erstellt rollenbasierte Fragenkataloge, die typische Entscheidungssituationen und Erfahrungsmuster adressieren. Besonders wichtig: Die organisationspsychologische Fundierung mit Methoden wie dem Vermächtnis-Interview, das die Würdigung des Lebenswerks in den Mittelpunkt stellt. Mehr zur Methodik →

Das Wissensrisiko-Radar ist ein eigenständiges Methodenelement von PRESERVE365, das systematisch identifiziert, wo in Ihrem Unternehmen kritisches Wissen gefährdet ist. Er analysiert fünf Dimensionen: Wissenskonzentration (wie viele Personen tragen bestimmtes Wissen), Kritikalität (Relevanz für Qualität, Prozessstabilität und Innovation), Dokumentationsgrad (Verhältnis von implizitem zu explizitem Wissen), Zeithorizont (ist das Risiko unmittelbar, mittelfristig oder latent) und Transferkomplexität (ist das Wissen explizierbar oder stark intuitiv). Das Ergebnis ist eine priorisierte Wissenslandkarte, die zeigt, wo der dringendste Handlungsbedarf besteht.

Ein typisches PRESERVE365-Projekt umfasst mehrere Phasen: Die SetUp-Phase dauert 4–6 Wochen und beinhaltet Situationsanalyse, Kick-off und technische Konfiguration. Die anschließende Pilotphase erstreckt sich über 3 Monate, in der die ersten Wissensträger interviewt werden und das System mit Inhalten gefüllt wird. Die Betriebsphase läuft dann bis zu 21 Monate, gefolgt von einer einmonatigen Evaluationsphase. Je nach gewähltem Paket variiert der Zeitrahmen: BASIS läuft 6–8 Wochen, ADVANCED 10–14 Wochen und PREMIUM 16–24 Wochen in der initialen Projektphase. Wichtig ist: Erste Ergebnisse sehen Sie bereits nach wenigen Wochen.

Die Motivation von Wissensträgern ist ein zentrales Element der PRESERVE-Methodik. Unser Team umfasst einen Organisationspsychologen, der typische Barrieren kennt und adressiert: Angst vor Entwertung, Nicht-Bewusstsein über eigenes Wissen, Zeitmangel und Generationskonflikte. Wir setzen auf bewährte Methoden: Das Vermächtnis-Interview würdigt das Lebenswerk der Wissensträger und gibt ihnen das Gefühl, dass ihr Beitrag geschätzt wird. Diskrete Aktivierungsfragen helfen, implizites Wissen bewusst zu machen. Eine begleitende Kommunikations- und Akzeptanzstrategie mit Workshops und Feedbackkanälen schafft Transparenz. Das Prinzip: Wissensträger sollen sich gewürdigt fühlen, nicht ausgenutzt.

Qualitätssicherung ist bei PRESERVE365 kein optionaler Schritt, sondern ein integraler Bestandteil des Prozesses. Jeder erfasste Wissensinhalt durchläuft eine vierstufige Qualitätskette: Zunächst erfolgt die technische Prüfung mit automatisierter Fachbegriff-Korrektur und Sinn-Check. Dann folgt die semantische Strukturierung, bei der Inhalte kategorisiert, verschlagwortet und thematisch vernetzt werden. Im dritten Schritt prüfen und korrigieren Fachexperten die KI-Ergebnisse im Human-in-the-Loop-Verfahren. Schließlich erfolgt die formale Freigabe durch den Wissensverantwortlichen mit vollständiger Versionierung. So stellen wir sicher, dass nur geprüftes, aktuelles Wissen im System verfügbar ist.

Technik & Datenschutz

Ja, vollständig. Datenschutz ist kein Nachgedanke, sondern integraler Bestandteil der PRESERVE-Methodik. Alle Daten werden ausschließlich in zertifizierten EU-Rechenzentren verarbeitet – oder optional vollständig lokal (On-Premise) in Ihrer eigenen Infrastruktur betrieben. Für jedes Projekt erstellen wir ein individuelles Datenschutz- und Ethikkonzept. Die Plattform bietet rollenbasierte Zugriffskontrolle, sodass nur berechtigte Personen auf bestimmte Wissensbereiche zugreifen können. Optionale Anonymisierung ermöglicht es, Sprecher zu maskieren. Wir erfüllen die Anforderungen der DSGVO und berücksichtigen den EU AI Act. Auf Wunsch binden wir Ihren Betriebsrat und Datenschutzbeauftragten von Anfang an ein.

Ja, absolut. PRESERVE365 bietet flexible Hosting-Optionen, die auf Ihre Sicherheitsanforderungen zugeschnitten werden. Die Standardlösung nutzt Cloud-Infrastruktur in zertifizierten EU-Rechenzentren. Für Unternehmen mit besonders hohen Sicherheitsanforderungen – etwa in regulierten Branchen oder bei besonders sensiblen Wissensbereichen – steht eine vollständige On-Premise-Lösung zur Verfügung. Dabei läuft die gesamte Plattform in Ihrer eigenen Infrastruktur, und keine Daten verlassen Ihr Unternehmen. Im PREMIUM-Paket ist die IT-Systemintegration nach Aufwand enthalten. Die technische Konfiguration wird projektspezifisch auf Ihre Anforderungen zugeschnitten.

Der Zugriff wird über ein rollenbasiertes Berechtigungskonzept gesteuert – Sie bestimmen, wer welches Wissen sehen darf. Typische Rollen sind: Wissensverantwortliche (fachliche Steuerung und Qualitätsfreigabe), Wissenslotsen (interne Ansprechpersonen und Multiplikatoren), Key User (aktive Nutzer des Systems) und natürlich die neuen Mitarbeiter im Onboarding-Prozess. Vertrauliche Wissensbereiche können gezielt geschützt werden, sodass nur berechtigte Personen Zugriff haben. Der Betriebsrat kann bei der Ausgestaltung des Berechtigungskonzepts eingebunden werden. Die Steuerungshoheit über Zugriffsrechte und Freigaben verbleibt vollständig bei Ihrem Unternehmen.

Die Integration in bestehende IT-Systeme ist im PREMIUM-Paket nach Aufwand enthalten und kann in den anderen Paketen als Zusatzleistung gebucht werden. Über flexible Schnittstellen lässt sich die PRESERVE-Plattform mit Ihren vorhandenen Systemen verbinden – ob ERP, CRM, Qualitätsmanagement oder andere Fachsysteme. Die Anbindung erfolgt über standardisierte Schnittstellen und wird projektspezifisch konfiguriert. Im Readiness-Check prüfen wir die technische Machbarkeit und den zu erwartenden Integrationsaufwand vorab. So vermeiden wir böse Überraschungen im Projektverlauf und können die Kosten transparent kalkulieren.

Praxis

Einer der messbaren Vorteile von PRESERVE365 ist die Verkürzung der Einarbeitungszeit. Statt Monate damit zu verbringen, Wissen durch Fragen und Beobachten zusammenzusuchen, können neue Mitarbeiter über den Chatbot und das interaktive Wissenshandbuch gezielt auf Erfahrungswissen zugreifen. Die Onboarding-Module sind speziell für neue Mitarbeiter aufbereitet und führen sie strukturiert in die wichtigsten Wissensbereiche ein. Entscheidungsbäume helfen bei konkreten Problemsituationen, die richtigen Schritte zu finden. Die Onboarding-Dauer ist einer der KPIs, die wir im Projekt-Reporting kontinuierlich messen und optimieren.

Ja, PRESERVE365 eignet sich hervorragend für die Ergänzung und Anreicherung technischer Dokumentation. Bestehende Dokumente – ob Handbücher, Zeichnungen, Verfahrensanweisungen oder Wartungsprotokolle – können in das System integriert und mit dem Erfahrungswissen aus Interviews angereichert werden. Das Ergebnis ist eine lebendige Wissensbasis, die nicht nur das formale „Was" enthält, sondern auch das praktische „Wie" und das erfahrungsbasierte „Warum". Gerade im produzierenden Mittelstand steckt das wertvollste Wissen oft nicht in den offiziellen Dokumenten, sondern in den Köpfen der Techniker und Meister, die diese Dokumente täglich anwenden.

Das Wissenssystem gehört Ihnen und läuft auch nach dem formalen Projektende weiter. PRESERVE365 ist bewusst als wachsendes System konzipiert: Neue Wissensbeiträge können jederzeit ergänzt werden, das System wird mit jedem Beitrag wertvoller. Für den laufenden Betrieb bieten wir verschiedene Support-Modelle an – von Standard-Support per E-Mail bis zu Premium-Support mit dediziertem Ansprechpartner und Hotline. Die Evaluationsphase am Projektende umfasst eine gründliche Bewertung der Ergebnisse und Empfehlungen für die Weiterentwicklung. Viele unserer Kunden entwickeln sich über das Reifegradmodell weiter: vom strukturierten Pilot zum integrierten Corporate Memory.

Der Erfolg wird über definierte KPIs gemessen: Nutzungshäufigkeit, Time-to-Answer, Useful-Answer-Rate und Onboarding-Ramp-up-Zeit. Ein begleitendes Key-User-Programm und regelmäßige Review-Workshops stellen sicher, dass das System im Arbeitsalltag ankommt. Unsere integrierte Kommunikations- und Akzeptanzstrategie wird von einem Organisationspsychologen begleitet. Der Schlüssel liegt darin, den Nutzen für jeden Einzelnen sichtbar zu machen – nicht das System von oben zu verordnen.

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