Die PRESERVE-Methodik: Vier Phasen der Wissenssicherung

Die PRESERVE-Methodik sichert drei Wissensformen – explizites Wissen (Handbücher, Richtlinien), implizites Wissen (Routinen, Urteilsvermögen) und kontextgebundenes Erfahrungswissen – in vier aufeinander aufbauenden Phasen: Identifizieren, Erfassen, Strukturieren und Bereitstellen. Das Wissensrisiko-Radar deckt auf, wo kritisches Wissen gefährdet ist. Vier Erfassungskanäle – von moderierten Interviews über Chatbot-Eingabe bis zur systematischen Dokumentenintegration – sichern Wissen minimalinvasiv. Eine vierstufige Qualitätskette mit Human-in-the-Loop-Validierung garantiert fachliche Richtigkeit. Das Ergebnis: ein lebendiges Corporate Memory, zugänglich per Chatbot, Wissenshandbuch oder Onboarding-Modul.

Visualisierung des PRESERVE365 Vier-Phasen-Prozesses zur systematischen Sicherung von Erfahrungswissen – Identifizieren, Erfassen, Strukturieren, Bereitstellen

Der PRESERVE-Prozess im Überblick

Vier Phasen bilden das Rückgrat der PRESERVE-Methodik. Jede verbindet methodische Expertise mit KI-Unterstützung und organisationspsychologischer Begleitung. Der Prozess ist iterativ: Mit jedem Durchlauf wird die Wissensbasis wertvoller.

1

Identifizieren

Wo liegt Ihr Wissensrisiko? Wir machen es sichtbar.

2

Erfassen

Drei Wissensformen werden über vier Kanäle minimalinvasiv erfasst.

3

Strukturieren

KI und Experten machen Wissen durchsuchbar und vernetzt.

4

Bereitstellen

Wissen wird dort verfügbar, wo es gebraucht wird.

Phase 1: Identifizieren

Bevor Wissen gesichert werden kann, muss klar sein, wo die größten Risiken liegen. Das Wissensrisiko-Radar zeigt, welches Wissen kritisch ist, wo es konzentriert ist und wie dringend der Handlungsbedarf ist.

Was passiert

Das Wissensrisiko-Radar analysiert systematisch, welche Wissensbereiche in Ihrem Unternehmen gefährdet sind. Parallel dazu erfolgt ein Stakeholder-Mapping, das alle relevanten Akteure identifiziert – von Wissensträgern über Führungskräfte bis zu IT-Verantwortlichen und Betriebsrat. Die Ergebnisse werden mit Ihrer Geschäftsstrategie abgeglichen, um sicherzustellen, dass die Wissenssicherung dort ansetzt, wo sie den größten Nutzen bringt.

Wer ist beteiligt

Auf Kundenseite: Auftraggeber/Sponsor für Freigabe und Priorisierung, Wissensverantwortliche je Organisationseinheit, IT- und Datenschutzverantwortliche sowie optional der Betriebsrat. Auf PRESERVE-Seite: Strategische Einordnung durch das Kernteam, Kick-off-Moderation und Wissensrisiko-Analyse durch unsere zertifizierten Berater.

Methoden und Werkzeuge

Wissensrisiko-Radar mit fünf Analysedimensionen, Stakeholder-Mapping und -Interviews, Strategieabgleich, Priorisierungsmatrix. Im ADVANCED- und PREMIUM-Paket zusätzlich: erweiterte Situationsanalyse mit Stakeholder-Interviews und strategischer Einordnung.

Ergebnisse

Priorisierte Wissenslandkarte mit Visualisierung, Identifikation kritischer Rollen und Domänen, Zeitrahmen für den Handlungsbedarf (unmittelbar, mittelfristig, latent), konkreter Projektplan für die nächsten Schritte und Paketempfehlung.

Das Wissensrisiko-Radar

Unser Analyseinstrument macht Wissensrisiken messbar und vergleichbar. Statt subjektiver Einschätzungen liefert das Radar eine strukturierte Bewertung über fünf Dimensionen.

Wissenskonzentration

Schlüsselpersonen-Abhängigkeit: Wie viele Personen tragen bestimmtes Wissen? Wenn eine einzige Person kritische Prozesse kennt, ist das Risiko akut. Das Radar quantifiziert diese Abhängigkeit.

Kritikalität

Wie relevant ist das gefährdete Wissen für Qualität, Prozessstabilität und Innovation? Nicht jedes Wissen hat den gleichen Stellenwert – das Radar priorisiert nach Geschäftsrelevanz.

Dokumentationsgrad

Wie viel des kritischen Wissens ist bereits dokumentiert, und wie viel existiert nur in den Köpfen? Das Verhältnis von implizitem zu explizitem Wissen bestimmt den Erfassungsaufwand.

Zeithorizont

Ist das Risiko unmittelbar (bevorstehender Ruhestand), mittelfristig (in 1–3 Jahren) oder latent (strukturelle Abhängigkeit ohne konkreten Termin)? Der Zeitfaktor bestimmt die Dringlichkeit.

Transferkomplexität

Lässt sich das Wissen in Worte fassen (explizierbar) oder ist es stark intuitiv und erfahrungsbasiert? Die Transferkomplexität bestimmt, welche Erfassungsmethode am besten geeignet ist.

Motiv: Visualisierung eines Radar-/Spinnendiagramms mit fünf Achsen – die fünf Dimensionen des Wissensrisiko-Radar in Gold- und Cyan-Tönen

Ergebnis: Eine priorisierte Wissenslandkarte, die auf einen Blick zeigt, wo der dringendste Handlungsbedarf besteht.

Phase 2: Erfassen

PRESERVE365 erfasst drei Wissensformen: explizites Wissen (Handbücher, Richtlinien, Prozessbeschreibungen), implizites Wissen (Routinen, Urteilsvermögen, Handlungslogiken) und Erfahrungswissen (kontextgebundene Entscheidungsmuster). Vier Erfassungskanäle, ein KI-gestützter Fragegenerator und organisationspsychologische Methoden sorgen dafür, dass Wissensträger ihr Wissen teilen – ohne dass es sich wie zusätzliche Arbeit anfühlt.

Drei Wissensformen

Explizites Wissen

Dokumentiertes Wissen in Handbüchern, Richtlinien, Prozessbeschreibungen und SOPs. Bereits verschriftlicht, aber oft verstreut, veraltet oder schwer auffindbar.

Implizites Wissen

Routinen, Urteilsvermögen und Handlungslogiken, die Mitarbeitende im Alltag anwenden – oft unbewusst. Wird durch gezielte Interviewtechniken bewusst und transferierbar gemacht.

Erfahrungswissen

Kontextgebundene Entscheidungsmuster, die nur durch jahrelange Praxis entstehen. Das wertvollste und am schwierigsten zu sichernde Wissen – Kernkompetenz von PRESERVE365.

Vier Erfassungskanäle

Moderiertes Interview

60–90 Minuten, geführt durch geschulte Moderatoren mit Branchenkompetenz. Ideal für komplexes, tiefgreifendes Erfahrungswissen. Der Moderator nutzt den KI-gestützten Fragegenerator, um rollenbasierte Fragenkataloge einzusetzen, die typische Entscheidungssituationen und Erfahrungsmuster adressieren. Im PREMIUM-Paket enthalten.

Chatbot-gestützte Erfassung

Selbststeuerung durch den Wissensträger – zeitlich flexibel, im eigenen Tempo. Der Chatbot stellt gezielte Fragen und führt durch den Erfassungsprozess. Besonders geeignet für Wissensträger, die ihre Erfahrungen lieber schriftlich festhalten. Im ADVANCED-Paket enthalten.

Selbstaufnahme Audio/Video

Narrative Formate für „Lebenswerk-Erzählungen". Wissensträger berichten frei über ihre Erfahrungen und Erkenntnisse. Die Aufnahmen werden automatisch transkribiert und KI-gestützt strukturiert. Niedrigschwellig und besonders authentisch.

Systematische Dokumentenintegration

Vorhandene Handbücher, Richtlinien, SOPs und Prozessbeschreibungen werden systematisch eingebunden – nicht nur hochgeladen, sondern semantisch analysiert und mit implizitem Wissen vernetzt.

Ergänzende Erfassungskanäle

Meeting-Transkription

Automatische Transkription von Meetings mit semantischer Analyse. Im ADVANCED-Paket als Standard, im PREMIUM-Paket mit erweitertem Fachwörterbuch, Dialektverständnis und Echtzeit-Verarbeitung.

Systematische Dokumentenintegration

Vollwertiger Erfassungskanal für explizites Wissen: Handbücher, Richtlinien, SOPs und Prozessbeschreibungen werden systematisch in die Wissensbasis überführt. Von manuellem Upload (BASIS) bis zur automatisierten Übernahme ganzer Dokumentenbestände (PREMIUM).

Leitprinzipien der Wissenserfassung

Sechs Leitprinzipien prägen jeden Erfassungsprozess: Vertrauen als Voraussetzung – ohne Vertrauen teilen Wissensträger nicht. Respektvolle Interviewkultur mit Vermächtnis-Interviews und Würdigungsveranstaltungen. Minimalinvasive Integration in den Arbeitsalltag, ohne zusätzliche Belastung. Compliance und Datensicherheit durch DSGVO-konforme Verarbeitung und Anonymisierungsoptionen. Messbarkeit durch definierte KPIs von Beginn an. Kultureller Wandel als Ziel – Wissensteilung wird zur gelebten Praxis, nicht zur einmaligen Pflichtübung.

Spezialthemen bei der Erfassung

Dialekte: Training auf regionale Sprachen für präzise Transkription

Fachbegriffe: Kundenspezifisches Wörterbuch für korrekte Fachterminologie

Mehrsprachigkeit: Deutsch und Englisch als Standard

Anonymisierung: Sprecher optional maskiert, DSGVO-konform

Phase 3: Strukturieren

KI-gestützte Verarbeitung und menschliche Validierung machen aus Rohdaten eine verlässliche, vernetzte Wissensbasis. Erst durch intelligente Strukturierung wird erfasstes Wissen wirklich nutzbar.

Was die KI leistet

Semantische Analyse

Die KI-gestützte Plattform analysiert erfasste Inhalte semantisch, erkennt Zusammenhänge und erstellt automatische Querverweise. Verwandte Wissensbereiche werden thematisch vernetzt.

Fachbegriff-Korrektur

Branchenspezifische Fachbegriffe werden erkannt und korrekt zugeordnet. Das kundenspezifische Wörterbuch wächst mit jedem verarbeiteten Inhalt.

Kategorisierung und Verschlagwortung

Inhalte werden automatisch kategorisiert, verschlagwortet und in die bestehende Wissensstruktur eingeordnet. So entsteht ein navigierbares Wissensnetz.

Die 4-stufige Qualitätskette

1

Technische Prüfung

Fachbegriff-Korrektur und automatischer Sinn-Check. Offensichtliche Transkriptionsfehler werden bereinigt.

2

Semantische Strukturierung

Kategorisierung, Verschlagwortung und thematische Einordnung in die Wissensarchitektur.

3

Human-in-the-Loop-Validierung

Fachliche Prüfung durch Experten. Nur validierte Inhalte werden freigegeben. Dieser Schritt stellt sicher, dass die Qualität stimmt.

4

Freigabe und Versionierung

Freigabe durch den Wissensverantwortlichen, Versionierung für Nachvollziehbarkeit und Audit-Fähigkeit.

Bearbeitungstiefe nach Paket

BASIS: You do – Eigenleistung mit Anleitung durch PRESERVE
ADVANCED: Done with you – begleitete Umsetzung
PREMIUM: Done for you – Vollservice durch das PRESERVE-Team

Phase 4: Bereitstellen

Wissen muss dort verfügbar sein, wo es gebraucht wird – im richtigen Format, zur richtigen Zeit. PRESERVE365 bietet multiple Ausgabeformate für den täglichen Einsatz.

Chatbot „Frag PRESERVE365"

Fragen in natürlicher Sprache stellen und Antworten aus dem unternehmenseigenen Wissensschatz erhalten. Kontextbasiert, mit Quellenangabe und semantischer Suche. Verfügbar ab dem ADVANCED-Paket.

Interaktives Wissenshandbuch

Strukturierte Darstellung des gesicherten Wissens, navigierbar nach Themen, Rollen oder Prozessen. Ideal zum Stöbern und gezielten Nachschlagen.

Entscheidungsbäume

Für komplexe Problemsituationen: Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die durch Erfahrungswissen gespeist werden und zu konkreten Handlungsempfehlungen führen.

Onboarding-Module

Speziell aufbereitete Wissenseinheiten für neue Mitarbeiter. Verkürzen die Einarbeitungszeit messbar und machen Erfahrungswissen vom ersten Tag an zugänglich.

FAQ-Systeme

Automatisch generierte, häufig gestellte Fragen mit validierten Antworten. Basierend auf den tatsächlichen Nutzungsmustern und Abfragen der Mitarbeiter.

API-Integration

Integration in bestehende Systeme (ERP, CRM, Teams, SharePoint, PLM, QM) nach Aufwand. Verfügbar im PREMIUM-Paket für nahtlose Einbindung in Ihren Arbeitsalltag.

Wie messen wir den Erfolg?

PRESERVE365 arbeitet datengesteuert. Fünf zentrale KPIs machen den Nutzen der Wissenssicherung messbar – Messbarkeit ist eines unserer Leitprinzipien.

Nutzungshäufigkeit

Anzahl Abfragen und aktive Nutzer pro Zeitraum

Time-to-Answer

Suchgeschwindigkeit bis zur relevanten Antwort

Useful-Answer-Rate

Anteil der als nützlich bewerteten Antworten

First-Time-Right-Quote

Vorgänge ohne Nacharbeit dank Wissenszugriff

Onboarding-Ramp-up-Zeit

Einarbeitungszeit im Vorher-Nachher-Vergleich

Bereit für den ersten Schritt?

In einem kostenlosen 30-Minuten-Erstgespräch zeigen wir Ihnen, wie die PRESERVE-Methodik in Ihrem Unternehmen konkret aussehen könnte.

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